Die Außenanlagen werden so umgestaltet, dass die Bewohner sich in einem geschützten Raum bewegen können, in dem ihre Sinne angeregt werden?, erklärt Regina Voß-Sondergeld, die seit Juli das Altenzentrum Bethesda des Ev. Johanneswerks leitet. ?Eine wichtige Kombination für die Betroffenen, die unter anderem an Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit leiden?, so die 47-Jährige. Bei der Jubiläumsfeier für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter stellte die verantwortliche Architektin, Diplom-Ingenieurin Christina Stoffers vom Planungsbüro für Landschafts- und Gartenarchitektur Petershagen, die Planungsskizze für den neuen Sinnesgarten vor.

Das Gelbe Haus verfügt über 42 Einzelzimmer, 7 davon für Kurzzeitpflegegäste. Es werden besondere Betreuungsformen und Therapiekonzepte angeboten, um die seelischen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten der Bewohner zu erhalten. Unter anderem steht ein Snoezelen-Raum zur Verfügung, eine Therapieform, die aus den Niederlanden stammt. Mit Hilfe eines Wasserbetts, Lichtelementen, Musik und Wassersäulen kann hier das sinnliche Wahrnehmungsvermögen der Bewohner aktiviert und gefördert werden.

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Das Gelbe Haus hat seinen Namen vom einstigen Kinderheim erhalten, das an derselben Stelle stand und vor zehn Jahren abgerissen wurde. Dieses stammte aus den Anfangszeiten der Stiftung Bethesda, die im Jahr 1875 gegründet wurde und zunächst fast 100 Jahre als Kur- und Erholungsheim für Kinder aus ärmeren Familien erfolgreich arbeitete. 1971 wurde die Einrichtung in das Ev. Johanneswerk mit Sitz in Bielefeld aufgenommen, das sie nach mehrjähriger Bautätigkeit 1978 als Altenzentrum wiedereröffnete. Heute ist die Einrichtung mit insgesamt 249 Plätzen im stationären Bereich, 7 Kurzzeitpflegeplätzen und 60 Altenwohnungen eine der größten Einrichtungen der Altenarbeit im Ev. Johanneswerk.